Rond Ronse
- Client
- De Werkvennootschap NV
- Country
- Belgium
- Period
- 2018 - ongoing
Die Herausforderung
Ronse kämpft seit langem mit Mobilitäts- und Lebensqualitätsproblemen, die durch die N60 verursacht werden, die das Stadtzentrum durchquert. Diese wichtige Verkehrsachse führte zu Staus, Lärmbelastung und einer Zerschneidung des Stadtgefüges, während eine unzureichende regionale Anbindung das wirtschaftliche Wachstum hemmte. Trotz jahrzehntelanger Planungen konnten die komplexen Herausforderungen nie vollständig gelöst werden. Das Projekt Rond Ronse wurde entwickelt, um eine wichtige Verbindung zwischen der N60 und einer südlichen Umgehungsstraße zu schaffen, die Erreichbarkeit und Mobilität zu verbessern und gleichzeitig eine ökologische und städtebauliche Transformation anzustoßen. Zu den zentralen Zielen gehören die Schaffung von 350 Hektar neuem Wald in den Flämischen Ardennen zur Förderung der Biodiversität und Klimaresilienz sowie die Umwandlung peripherer Wohngebiete in offene, grüne Landschaftsräume.
Die Lösung
Der Entwurf von Tractebel verbindet moderne Verkehrsinfrastruktur mit hoher ökologischer Sensibilität. Die neue 10 Kilometer lange Straße umfasst zwei jeweils 2,5 Kilometer lange Tunnel, die Eingriffe in die Landschaft minimieren und die landschaftliche Kontinuität der Flämischen Ardennen bewahren. An der Oberfläche gewährleistet die südliche Umgehungsstraße die lokale Erschließung und wird durch einen durchgehenden Fuß- und Radweg entlang des südlichen Stadtrands ergänzt. Öffentliche Plätze, Böschungen und erhöhte Plattformen strukturieren die Strecke und verknüpfen Infrastruktur und Landschaft. Ein nachhaltiges Wassermanagement ermöglicht die Versickerung von Regenwasser über begrünte Randstreifen, bevor es kontrolliert in Wasserläufe gelangt. Maßnahmen zur Lärmminderung, darunter multifunktionale Lärmschutzwände und landschaftlich gestaltete Erdaufschüttungen, reduzieren die Belastung und verbessern gleichzeitig die visuelle Integration des Projekts.
Die Auswirkungen
Rond Ronse wird die Mobilität und Lebensqualität in der Region deutlich verbessern. Durch die Beseitigung von Verkehrskonflikten und die Erhöhung der Verkehrssicherheit sorgt das Projekt für flüssigere Verkehrsabläufe und eine bessere Erreichbarkeit. Die über den Tunneln zurückgewonnenen Flächen werden in attraktive Grünzonen umgewandelt, die Erholung und Aufenthaltsqualität fördern. Die ökologischen Maßnahmen minimieren nicht nur Umweltbelastungen, sondern bereichern die Landschaft aktiv, indem sie Biodiversität und Klimaresilienz stärken. Dieser integrierte Ansatz setzt neue Maßstäbe für nachhaltige Infrastruktur und zeigt, wie Mobilität, Natur und Stadtentwicklung zum Nutzen von Menschen und Umwelt in Einklang gebracht werden können.