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Tractebel unterstützt großes Batteriespeicherprojekt in Deutschland
Im Zuge der beschleunigten Energiewende in Deutschland gewinnen groß angelegte Batterie-Energiespeichersysteme (BESS) zunehmend an Bedeutung für die Gewährleistung eines zuverlässigen, flexiblen und widerstandsfähigen Stromnetzes. Tractebel unterstützt die Entwicklung des BESS-Projekts Weissenthurm-Kettig, einer großen Batterie-Energiespeicheranlage, die zur Stabilisierung des Netzes, zur Optimierung der Einbindung erneuerbarer Energien und zur Stärkung der Energiesicherheit beitragen wird.
Das Projekt wurde von VERBUND, Österreichs führendem Energieunternehmen und einem der größten Wasserkraftproduzenten Europas, in Auftrag gegeben und markiert einen weiteren wichtigen Meilenstein beim Ausbau der deutschen Speicherinfrastruktur. Es unterstreicht die wachsende Bedeutung von Batteriesystemen für eine kohlenstoffarme Energiezukunft.
Tractebel zum Projektleiter für Weissenthurm-Kettig ernannt
Die Experten für erneuerbare Energien von Tractebel sind im Auftrag der Lahmeyer International GmbH für das Projektmanagement zuständig, das die Planung und Genehmigungsverfahren sowie die Bauaufsicht und die Koordination mit den Baubehörden umfasst. Das Projekt, das im Dezember 2024 begann, verläuft derzeit planmäßig. Die Inbetriebnahme ist für Februar 2027 vorgesehen. Dieses wegweisende Projekt erstreckt sich über eine Fläche von rund 8.000 m² und umfasst:
- 2.750 Tonnen vorgefertigte Stahlbetonfundamente
- 17 Mittelspannungs-Versorgungseinheiten
- Zwei Technikgebäude für Hoch- und Mittelspannungsanlagen
- Eine 300 m lange Kabeltrasse, die die Anlage an das 110-kV-Netz von Westnetz anschließt
- Ein umfassendes Sicherheitssystem einschließlich Umzäunung, Videoüberwachung, Blitzschutz und Zugangskontrolle
Das 8.000 m² große BESS-Projekt in Weissenthurm-Kettig wird über einen Zeitraum von zwei Stunden eine Leistung von 50 MW bereitstellen
Für Flexibilität, Ausfallsicherheit und Netzstabilität
Die im Westen Deutschlands am Rhein gelegene Batteriespeicheranlage wird über einen Zeitraum von zwei Stunden eine Leistung von 50 MW liefern und verfügt über eine installierte Speicherkapazität von rund 123.000 kWh. Das System besteht aus 165 Batterie-Cubes mit einer Nennkapazität von jeweils 745 kWh, wodurch die Anlage bei Bedarf erhebliche Mengen an Strom ins Netz einspeisen kann.
Wichtige Installationsarbeiten abgeschlossen, abschließende Integration im Gange
Alle technischen Außenanlagen wurden installiert oder auf ihren Fundamenten montiert, und die Kabeltrassen sowie Kabelkanäle sind fertiggestellt. Die Kühlsysteme für die 165 Batterieblöcke sind vorübergehend angeschlossen und in Betrieb, um einen Verlust der Batteriekapazität zu verhindern. Die Verkabelungsarbeiten (Anschluss aller einzelnen Komponenten an die Technikgebäude) sind im Gange, und der letzte Gebäudeteil (der Mittelspannungsbereich) wird in Kürze errichtet.
Ab Ende Juli werden im Gebäude die Steuer- und Schaltschränke installiert und verkabelt. Der 300 Meter lange Kabeltrassenverlauf für den Anschluss an das Westnetz-Stromnetz wird derzeit ebenfalls errichtet. Parallel dazu werden in den kommenden Monaten die abschließenden Außenarbeiten – wie die Pflasterung von Wegen, die Geländegestaltung, die Umzäunung, die Blitzschutzanlage und die Lichtmasten – durchgeführt.
Antrieb für die deutsche Energiewende
Die Speicheranlage wird wichtige Dienste leisten, die die Stabilität und Zuverlässigkeit des Stromnetzes unterstützen. Sie wird die Netzfrequenz durch die Bereitstellung von Betriebsreserven stabilisieren, Preisspitzen durch Flexibilität im Spot- und Intraday-Handel ausgleichen und die Schwankungen in der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien abfedern.
Weissenthurm-Kettig ist eines von vielen Batterie-Energiespeicherprojekten, die Tractebel derzeit weltweit unterstützt, um Kunden bei ihrem Übergang zu nachhaltigeren, widerstandsfähigeren und unabhängigeren Energiesystemen zu helfen.
Batteriespeicher sind ein entscheidender Faktor für die Energiewende. Projekte wie Weissenthurm-Kettig zeigen, wie innovative Infrastruktur die Netzstabilität stärken und gleichzeitig die Zuverlässigkeit und Effizienz erneuerbarer Energien verbessern kann. Wir sind stolz darauf, den Verbund dabei zu unterstützen, dieses wichtige Projekt termingerecht und nach höchsten technischen Standards umzusetzen und damit unser Ziel, eine klimaneutrale Zukunft zu gestalten, weiter voranzutreiben.
Harald GANSER
Projekt-Manager
Ein Projekt im Auftrag von