Renaturation of the Dahle floodplain
- Client
- Landestalsperrenverwaltung des Freistaates Sachsen
- Country
- Germany
- Period
- 2014 - ongoing
Die Herausforderung
Als Teil der Ausgleichsmaßnahmen für das Hochwasserrückhaltebecken Außig bestand das Ziel darin, den begradigten Verlauf der Dahle wieder in ihr ursprüngliches Flussbett zurückzuführen. Diese Renaturierungsmaßnahme musste den vorhandenen Baumbestand berücksichtigen und gleichzeitig eine natürliche Entwicklung im Projektgebiet gemäß den Anforderungen der EU-Wasserrahmenrichtlinie ermöglichen. Die Herausforderung bestand darin, ökologische Wiederherstellung und technische Umsetzbarkeit miteinander zu verbinden, die Widerstandsfähigkeit der Landschaft gegenüber Hochwasser zu erhöhen und die biologische Vielfalt zu fördern.
Die Lösung
Tractebel entwickelte ein umfassendes ökologisches Renaturierungskonzept, das ehemalige Flussschlingen wiederherstellte und vielfältige Strukturelemente wie Buchten, Steilufer, Kies- und Sandbänke, Buhnen sowie Totholz integrierte, um die Lebensraumvielfalt zu erhöhen. Ufervegetation wurde angelegt und Auenbereiche mit Sträuchern und Laubbäumen bepflanzt, um natürliche Sukzessionsprozesse zu unterstützen. Intensiv genutzte Grünflächen wurden durch extensive Pflege schrittweise in artenreiche Wiesen umgewandelt. Das ehemalige Flussbett wurde teilweise verfüllt, sodass es künftig als Entwässerungsbecken und Hochwasserabfluss bei erhöhten Wasserständen dienen kann. Zusätzlich wurden angrenzende Mulden als Laichhabitate für Amphibien geschaffen. Ein neues Mischkanalisationssystem wurde errichtet, um private und öffentliche Einleitungen in den ehemaligen Flusslauf zu steuern.
Die Wirkung
Das Projekt hat die Dahle erfolgreich in einen ökologisch wertvollen und lebendigen Wasserlauf verwandelt, der den Umweltanforderungen der Europäischen Union entspricht. Die renaturierte Landschaft bietet heute ein vielfältiges Mosaik an Lebensräumen, verbessert den Hochwasserschutz und stärkt den natürlichen Charakter des Gebiets. Dieses Projekt zeigt, wie Ausgleichsmaßnahmen bedeutende ökologische und hydrologische Vorteile schaffen und zu einer nachhaltigen Wasserbewirtschaftung sowie zur Förderung der regionalen Biodiversität beitragen können.