Dismantling Gispersleben Weir and construction of a river loop
- Client
- Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz
- Country
- Germany
- Period
- 2013-2021
Die Herausforderung
Im nördlichen Teil von Erfurt, der Landeshauptstadt Thüringens, stand die Gera vor erheblichen ökologischen und hydrologischen Herausforderungen. Ziel des Projekts war es, die ökologische Durchgängigkeit wiederherzustellen, die Gewässerstruktur im Einklang mit der EU-Wasserrahmenrichtlinie zu verbessern, einen sicheren Hochwasserabfluss zu gewährleisten und naturnahe Uferbereiche zu schaffen. Die Umsetzung nachhaltiger und widerstandsfähiger wasserwirtschaftlicher Lösungen wurde zusätzlich durch die komplexe Infrastruktur des Gebiets mit einem dichten Netz unterirdischer Versorgungsleitungen erschwert.
Die Lösung
Tractebel entwickelte eine umfassende Neugestaltung des Gera-Flusslaufs, die speziell auf die örtlichen Gegebenheiten abgestimmt wurde. Im Mittelpunkt des Projekts stand die ökologische Renaturierung, während das neue Flussbett harmonisch in die umliegenden Grünflächen integriert wurde. Diese Grünbereiche bilden den nördlichen Abschluss des durchgehenden Parks- und Erholungsgürtels von Erfurt und verbessern sowohl die Umweltqualität als auch die Lebensqualität in der Stadt. Das Konzept erfüllt nicht nur alle regulatorischen Anforderungen, sondern stärkt auch die natürliche Landschaft und die Freizeitinfrastruktur der Stadt nachhaltig.
Die Wirkung
Die Umgestaltung dieses zuvor stark regulierten Abschnitts der Gera hat zu einem dynamischen und ökologisch wertvollen Gewässer geführt, das den europäischen Umweltstandards entspricht. Das Projekt hat das Gebiet aufgewertet, die Hochwasserresilienz und die Biodiversität verbessert und gleichzeitig das urbane Umfeld bereichert. Es stellt ein gelungenes Beispiel dafür dar, wie ökologische Renaturierung und Stadtplanung gemeinsam nachhaltige und multifunktionale öffentliche Räume schaffen können.